Pilssuche in Berlin

Gibt’s hier keine ordentlichen Kneipen? Tagesspiegel vom 12. Juli 2014: Einfach mal ein schönes Feierabendbier am Tresen ums Eck – in Berlin ist das nicht so einfach zu bekommen. Zwischen coolen Bars und schlimmen Absturzläden fehlt der Mittelbau. Gibt’s hier wirklich keine soliden Allerweltspinten? In Berlin habe ich früher schon ein paar Jahre gelebt und nach 20 Jahren in Bayern bin ich unlängst wieder hierher gezogen. In Bayern habe ich die Umstellung auf den rigorosen Nichtraucherschutz miterlebt, den die Mehrheit wünscht und mit dem die Raucher kein Problem mehr haben. So war es für mich eine herbe Überraschung, was in weiterlesen…

Amerikaner bringen Bier nach Deutschland

Stone Brewing plant Brauerei in Berlin Tagesspiegel vom 20. Juli 2014: Die amerikanische Kultbrauerei „Stone Brewing“ will den europäischen Markt erobern – von Berlin aus. Im ehemaligen Gaswerk Mariendorf soll ein riesiger Komplex mit Restaurants und Biergärten entstehen. Meine Meinung: Gutes Bier braucht keine Revolution, kein Announcement-Event, keinen Größenwahn in Amerikanismus-Manier, sondern zuerst einmal Menschen, die sich auf ihren eigenen Geschmack verlassen können und wollen und sich nicht von Werbestrategen überall hinführen lassen. Marken, Märkte und Macht sind das Spielfeld der Einen. Gutes Bier zu brauen ist die Profession von ein paar wenigen Anderen.

Das Auto ist die Lösung bei der Suche nach Problemen

Im Schnitt arbeitet jeder Deutsche einen Tag pro Woche* nur fürs Auto – ein Fünftel der Arbeitszeit. Ein Fünftel der Lebensarbeitszeit sind 8 Arbeitsjahre. Für eine Maschine, die nur eine Stunde am Tag läuft, nach zwei Jahren unmodern, nach 8 Jahren abgeschrieben, nach 10 Jahren durchgerostet und nach 12 Jahren nicht mehr zu retten ist. Acte fragt, warum ich die Abschaffung meines eigenen Autos als Komfortgewinn betrachte. Liebe Acte, das fing in Karlsruhe an, als ich noch im Außendienst arbeitete und abends heim in meine Wohnung am Europaplatz wollte. Das ist innerste City, da wo fast alle Straßenbahnen durchkommen. Aber weiterlesen…

Die Anarchie des Gehens

„Ich finde, dass in der Langsamkeit der Bewegung Sprengkraft liegt.“ „Ordnungshüter haben offenkundig die subversive Kraft des Spaziergangs erkannt. Wer seine Wahrnehmung schärft und sehenden Auges durch den Raum spaziert, wird urteils- und kritikfähig“ Spazieren in der Stadt Spazierengehen im urbanen Raum kann viele Gedanken hervorrufen: über Stadtentwicklung, soziale Normen, Mode oder Autos. Am besten, man zieht die Laufschuhe an und probiert es einfach mal aus. Flanieren in der Stadt heißt, sich in einem dauerbeschleunigten Umfeld langsam zu bewegen. Sich rauszunehmen, aber gleichzeitig die Dichte und das Tempo zu genießen. „Es hängt einfach mit der Unterschiedlichkeit der Dynamik im urbanen weiterlesen…

Ausgeh-Tipp für Berliner und Touristen

Der Platz vor dem Kanzleramt ist fertig. Schreibt die Morgenpost – und weiter: „Es ist ein Platz, an dem sich Bürgerinnen und Bürger treffen sollen“ „Es ist auch ein Raum, in dem man sich relativ frei in diesen schwierigen Zeiten bewegen kann.“ „Vor dem Kanzleramt soll Politik nahbar werden. Das Forum kann auch ein Versammlungsort sein“ „Insgesamt kostete der Umbau der Freifläche inklusive des Straßenbaus rund 4,2 Millionen Euro. 64 Prozent davon übernahm der Bund, 36 Prozent das Land Berlin. ‚Das sind alles Mittel, die der deutsche Steuerzahler aufbringt […] Deswegen ist es auch richtig, dass wir alles davon in weiterlesen…

Thomas P. Bittner

Diese Seite ist noch Baustelle. Es gibt hier ein paar Bemerkungen und Notizen unter „Neue Beiträge“ und mein Berliner Bilderbuch. Mein Internet-Magazin (manche nennen es Blog) ist unter habito.de zu finden. Themenbereich gesund bauen, anders wohnen, besser leben. Meine Büro-Seite findet man unter Architekt-Bittner.de und meine Nachbarschaft unter Gierkekiez.de. Leider ist Twitter nicht mehr, was es einmal war, und ich bemühe mich, es nicht mehr so ernst wie früher zu nehmen, aber alle meine Tweets sind immer noch via AABACO zu finden. Wer mich besuchen möchte, findet mich in der Gierkezeile neben der Taverna Elena oder via Google.

Die russischen Dollars

Auf dem jüdischen Friedhof von Moskau hat Misha ihn kennengelernt. Er war ein alter Mann, der sein Leben mit Totenklagen fristete und schon wusste, dass Misha dabei war, in den Westen abzureisen. Wie aber konnte er die in zehn Jahren Schwarzhandel angehäuften Dollars nach New York schaffen? Der Alte vom Friedhof erzählte ihm von einem Juden aus Odessa, dem es mit außergewöhnlicher List gelungen war, in Amerika über sein Erspartes in der Währung des Landes zu verfügen. Misha setzte diese Methode sofort in die Praxis um. Er wurde bei der Synagoge von Moskau vorstellig und übergab einem Angestellten der amerikanischen weiterlesen…

Klage gegen den Rundfunkbeitrag

Klage gegen denRundfunk Berlin-BrandenburgMasurenallee 8-14 14057 Berlin wegen: unrechtmäßig geforderter Rundfunkbeiträge für den Inhaber einer Meldeadresse… (PDF Download) Protokoll der öffentlichen Sitzung des Verwaltungsgerichts Berlin, 8. Kammer, am 21. August 2017 (PDF Download) Die Klage wird abgewiesen. Hier geht es zum Urteil des Verwaltungsgerichts: (PDF Download) Beschwerde gegen das Urteil – fristgemäß innerhalb von 6 Monaten, und zulässigerweise ohne Anwalt. (PDF Download) Das Oberverwaltungsgericht nennt die Beschwerde eine Erinnerung und behauptet, sie sei ein Antrag auf Zulassung der Berufung… (PDF Download) …und verwirft diesen Antrag auf Berufung, der das gar nicht ist, weil ein Antrag auf Zulassung zur Berufung innerhalb weiterlesen…

Von Staatsbürgern, Kühen und Depression

Der Staat – sind wir das? Der Staat ist eine profitmaximierte Massen-Menschhaltung. Die Kühe meinen vielleicht: Der Kuhstall – das sind wir. Sie haben Personal, das ihnen die Bude sauber macht, Futter bringt und sie melkt, damit das Euter nicht schmerzt, und sie fühlen sich wichtig und geachtet, weil man ihnen den Stall gebaut hat. Sie kennen es nicht anders und sie haben nicht die Phantasie, sich etwas anderes (besseres) vorzustellen, und das ist gut so, weil sie andernfalls an die Hoffnungslosigkeit ihrer Situation denkend zugrunde gehen würden. Bei Menschen heißt das Burnoutsyndrom oder Depression.