ThoBit

13. August 2018
von ThoBit
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Klage gegen den Rundfunkbeitrag

Klage gegen den Rundfunkbeitrag

Klage gegen den
Rundfunk Berlin-Brandenburg Masurenallee 8-14
14057 Berlin

wegen:

unrechtmäßig geforderter Rundfunkbeiträge für den Inhaber einer Meldeadresse…

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SitzungsprotokollProtokoll der öffentlichen Sitzung des Verwaltungsgerichts Berlin, 8. Kammer, am 21. August 2017

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Urteil RundfunkbeitragDie Klage wird abgewiesen.

Hier geht es zum Urteil des Verwaltungsgerichts (PDF Download)

 

 

 

 

 

BeschwerdeBeschwerde gegen das Urteil – fristgemäß innerhalb von 6 Monaten, und zulässigerweise ohne Anwalt.

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Das Oberverwaltungsgericht nennt die Beschwerde eine Erinnerung und behauptet, sie sei ein Antrag auf Zulassung der Berufung

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…und verwirft diesen Antrag auf Berufung, der das gar nicht ist, weil ein Antrag auf Zulassung zur Berufung innerhalb eines Monats gestellt werden muss (nicht innerhalb von 6 Monaten wie die Beschwerde) und der Antragsteller sich dafür anwaltlich vertreten lassen muss. So muss sich das Gericht nicht mit dem Inhalt der Beschwerde befassen und treibt zusätzliche Gerichtsgebühren ein. Der Streitwert wird bei dieser Gelegenheit auch gleich verdoppelt.

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Mit dem Versuch einer Richtigstellung…

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…ist das Gericht kognitiv überfordert.

Es kommt nicht auf den Wortlaut der Beschwerde an, sondern darauf, was das Gericht zu verstehen geruht.

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9. Mai 2018
von ThoBit
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Die menschenfreundliche Stadt

Es ist nicht mehr zu übersehen, dass die Funktionsentflechtung, wie sie in den zwanziger Jahren entwickelt und mit der „Charta von Athen“ 1933 propagiert wurde, ein Irrtum gewesen ist. Im Namen von Hygiene, Ordnung und Verkehr wird seitdem die traditionelle Stadt zerstört… [weiter lesen]

4. April 2018
von ThoBit
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Von Staatsbürgern, Kühen und Depression

Der Staat – sind wir das? Der Staat ist eine profitmaximierte Massen-Menschhaltung. Die Kühe meinen vielleicht: Der Kuhstall – das sind wir. Sie haben Personal, das ihnen die Bude sauber macht, Futter bringt und sie melkt, damit das Euter nicht schmerzt, und sie fühlen sich wichtig und geachtet, weil man ihnen den Stall gebaut hat. Sie kennen es nicht anders und sie haben nicht die Phantasie, sich etwas anderes (besseres) vorzustellen, und das ist gut so, weil sie andernfalls an die Hoffnungslosigkeit ihrer Situation denkend zugrunde gehen würden. Bei Menschen heißt das Burnoutsyndrom oder Depression.

28. März 2018
von ThoBit
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Greindonnerstag

Das Radio meldet, dass es für morgen – Gründonnerstag – kaum Veranstaltungstipps gibt, weil ja ab 2 Uhr ein Tanzverbot gilt.

Wenn das früher schon so gewesen wäre, dürfte außer Frage stehen, dass dieser Tag ursprünglich Greindonnerstag geheißen hat – von greinen – weinen und klagen. Aber seit dem 4. Jahrhundert war das ein kirchlicher Freudentag, an dem die zuvor Exkommunizierten nach Buße und Vergebung endlich wieder zur Kommunion zugelassen waren.

Jeder weiß in Bayern, dass Karfreitag nicht getanzt wird. Wo mag das stehen? In der Bayrischen Verfassung? Fehlanzeige. Grundgesetz, BGB, StGB? Fehlanzeige. Aber ab Gründonnerstag 2.00 Uhr herrscht 70 Stunden lang Ruhe in den Diskotheken und Clubs – in der Stadt wie auf dem Land.

Mein Gott, das schadet ja niemandem, wenn man ausnahmsweise mal ein paar Stunden aufs Tanzen und auf Pop-Musik verzichtet, die nicht von J. S. Bach oder wenigstens traurig ist. Tut vielleicht gut, mal was anderes zu tun und zu hören.

Der neue Tag beginnt – wie früher jeder wusste – mit dem Sonnenuntergang und nicht um null Uhr. Daher kommt der Name des Wochentages Sonnabend, des Tages also, an dem es am Abend Sonntag wird. Deshalb heißt es Heiliger Abend: weil am Abend des 24. Dezember der heilige Weihnachtstag beginnt.

Logisch wäre also, das Vergnügungsverbot für den Karfreitag am Gründonnerstag nach Sonnenuntergang beginnen zu lassen und Karfreitag nach Sonnenuntergang tanzen zu gehen, weil es dann schon Sonnabend ist.

Ein mündiger Bürger könnte vielleicht selbst entscheiden, wie er die Feiertage verbringt. Man könnte es der unsichtbaren Hand, die auf göttliche Weise alles zum Guten wendet – dem Markt nämlich – überlassen, die richtige Ordnung herzustellen. Aber sicher ist sicher.

Die Kräfte des Marktes bestimmen, ob jemand eine Wohnung hat, aber Gesetz ist, dass er sich nicht am Karfreitag von seiner Matratze unter der Brücke erhebt und tanzt.

20. März 2018
von ThoBit
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Die russischen Dollars

Auf dem jüdischen Friedhof von Moskau hat Misha ihn kennengelernt. Er war ein alter Mann, der sein Leben mit Totenklagen fristete und schon wusste, dass Misha dabei war, in den Westen abzureisen. Wie aber konnte er die in zehn Jahren Schwarzhandel angehäuften Dollars nach New York schaffen?

Der Alte vom Friedhof erzählte ihm von einem Juden aus Odessa, dem es mit außergewöhnlicher List gelungen war, in Amerika über sein Erspartes in der Währung des Landes zu verfügen. Misha setzte diese Methode sofort in die Praxis um.

Er wurde bei der Synagoge von Moskau vorstellig und übergab einem Angestellten der amerikanischen Botschaft die Toilettenpapierrollen, auf welche die Zahlen der Dollarserien notiert waren, die in seinem Stoffköfferchen lagen. Dann verbrannte er diesen Haufen Geld vor den Augen des Rabbiners und des Angestellten der Botschaft. Auf diese Weise erstattete ihm die amerikanische Regierung bei seiner Ankunft in New York alle Dollars, die in der Synagoge verbrannt worden waren.

Tonino Guerra: „Staubwirbel – Geschichten für eine ruhige Nacht“
Verlag Klöpfer, Meyer und Co. Verlagsgesellschaft mbH, Tübingen 1996

 

27. Januar 2018
von ThoBit
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Gutmensch

Gut ist, wer das tut, was er tun kann und wer das, was er tut, kann. „Gutmensch“ ist eine unfreundliche Wortschöpfung, erdacht von Menschen, die gemerkt haben, dass es bequemer ist, nicht gut zu sein.

„Niemand ist verpflichtet, mehr zu tun als er kann“ Rosa Luxemburg

27. Februar 2017
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Zweifel

Zwei-fel ist wertvoll, nicht (nur) schlecht. Mit zwei Fingern lässt sich leichter etwas fassen, erfassen, begreifen, als mit einem – besonders, wenn der Daumen, der Gegenspieler, die Gegenkraft, beteiligt ist.

13. Juli 2011
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Schwerhörigkeit als Filterproblem

Liebe Freunde und Sonstige,

„Der Mensch hat neben dem Trieb der Fortpflanzung und dem zu essen und zu trinken zwei Leidenschaften: Krach zu machen und nicht zuzuhören“ – dieses Zitat von Kurt Tucholsky habe ich gerade gefunden. Dabei fällt mir ein, dass am 15. Juli, also übermorgen, nicht nur Vollmond ist, sondern auch Freitag, und damit der volle Mond auf unseren Stammtisch fällt. Und hier kommt noch etwas zu einem beliebten Stammtischthema (gefunden bei Telepolis):

Schwerhörigkeit als Filterproblem

Peter Mühlbauer 13.07.2011

Warum Menschen ab 40 Lärm als störender empfinden

Bei manchen älteren Menschen zeigt sich Schwerhörigkeit schon beim Zwiegespräch in der ruhigen Wohnung – bei anderen dagegen scheinen nur dann Verständnisschwierigkeiten aufzutreten, wenn viele Hintergrundgeräusche eine Unterhaltung stören. Wissenschaftler haben nun eine Ursache dafür gefunden, dass Senioren Debatten in Gaststätten nicht mehr so gut folgen können wie früher.

In einem Aufsatz im aktuellen Journal of Neuroscience veröffentlicht das Team um den Neurobiologen Benedikt Grothe von der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität die Ergebnisse von Experimenten mit Wüstenrennmäusen, bei denen sie nachwiesen, dass die Nervenzellen der Tiere Geräusche um so weniger sorgfältig filtern, je älter diese sind. Dadurch fallen die rezeptiven Felder homogener aus und der Informationsgehalt der übertragenen Signale ist niedriger. Dieser Effekt ist weder eine Schallleitungsschwerhörigkeit (für die das Ohr verantwortlich ist), noch eine Schallempfindungsschwerhörigkeit (deren Ursache im Hörnerv liegt), sondern ein Vorgang, der alleine im Gehirn stattfindet.

Die Gründe dafür vermutet Grothe in einem „Defizit in der zeitlichen Verarbeitung der Information“, das durch einen Mangel beziehungsweise einen Überschuss der Neurotransmitter Glutamat, Glycin und Gamma-Aminobuttersäure (GABA) hervorgerufen wird. Dem Neurobiologen zufolge spricht nichts dagegen, dass dieser Effekt auch bei anderen Säugetieren und damit auch beim Menschen auftritt. Weil Sprache eine relativ komplexe Höraufgabe ist, macht sich der Mangel hier unter anderem dadurch bemerkbar, dass ähnliche Laute nicht mehr so gut unterschieden und Wörter nicht mehr so gut zusammengesetzt werden. Und er sorgt – so Grothe gegenüber Telepolis – wahrscheinlich auch dafür, dass sich Menschen ab dem 40. Lebensjahr durch Lärm eher gestört fühlen als jüngere.

Dass Schwerhörigkeit beim Menschen bald auch medikamentös behandelt werden kann, hält der am Biocenter in Martinsried forschende Wissenschaftler allerdings für unwahrscheinlich: Die dafür theoretisch denkbaren Mittel, die zum Beispiel bei Epilepsie zum Einsatz kommen, hätten beim derzeitigen Stand der Dosierungstechnik nämlich Nebenwirkungen, die schlimmer wären als Schwerhörigkeit. Mehr Potenzial sieht er mittelfristig darin, dass die Ergebnisse seiner Studien in der Konstruktion besserer Hörgeräte Verwendung finden.

Möglicherweise gibt es aber bei der Verschlechterung des Verstehens von Sprache einen weiteren Faktor, dem bislang weder medizinisch noch technisch begegnet werden kann: Bereits 2009 hatte ein Team um Kelly Harris von der Medical University of South Carolina in Charleston 38 Probanden im Alter zwischen 19 und 79 Jahren auf ihre Fähigkeit zum Verstehen von Wörtern hin gestestet und anschließend ihre Gehirne untersucht. Dabei stellten sie fest, dass diejenigen, die die größten Schwierigkeiten beim Hören und Verstehen hatten, eine geringe Gehirnmasse in den Heschl-Querwindungen des Hörzentrums aufwiesen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas P. Bittner

21. Februar 2011
von ThoBit
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Adel, Ämter und Allüren

Der Zweck einer Dissertation ist nicht, den Doktortitel zu erlangen, sondern den Beweis zu erbringen, dass man zu selbständigem wissenschaftlichen Arbeiten fähig ist.

Es gibt Regeln*, die bei der Abfassung einer Dissertatioin beachtet werden müssen. Wer diese Regeln nicht kennt, dem wird es schwer fallen, den Beweis für die Fähigkeit zu wissenschaftlichem Arbeiten zu erbringen.

Die wenigsten Doktoren arbeiten wissenschaftlich. Der praktizierende Arzt zum Beispiel arbeitet nicht wissenschaftlich, braucht also eigentlich auch nicht den Nachweis geführt zu haben, dass er es kann. Eigentlich müsste eher der Nachweis erbracht werden, dass er ein Könner als ein Wisser ist.

Wissenschaft und praktizierte Politik (so wie wir sie wahrnehmen) haben meines Erachtens nichts miteinander zu tun. Im Gegenteil: Wissen steht dem (klientelgerechten) Handeln mehr im Weg, als dass es hilfreich ist. Der Spruch „Wissen ist Macht“ meint eine andere Art von Wissen. Beispiele: Robert Greene: „Power – Die 48 Gesetze der Macht“ oder Han Fei: „Die Kunst der Staatsführung“ oder Niccolò Machiavelli: „Gedanken über Politik und Staatsführung“.

Wenn nun ein praktizierender Politiker bei der Ausarbeitung seiner Dissertation nicht die Regeln wissenschaftlichen Arbeitens als maßgebend ansieht, sondern eher die Schriften Han Feis oder Machiavellis – hat der dann nicht bewiesen, dass er ein „guter“ Politiker ist? Als guter Wissenschaftler wäre er seiner Partei vermutlich völlig nutzlos.

* Literaturauswahl:
• Georg Rückriem / Joachim Stary / Norbert Franck: „Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens“
• Ewald Standop: „Die Form der wissenschaftlichen Arbeit“
• Klaus Poenicke / Ilse Wodke-Repplinger: „Duden – wie verfasst man wissenschaftliche Arbeiten?“

1. Februar 2011
von ThoBit
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Wetter und Bildung

Es gibt keinen Nebel mehr.

Die Wetterpropheten kündigen nur noch Nebelbildung an. Nebel-Bildung!

„Der Wetterbericht wurde Ihnen präsentiert von … “ (irgendsoeine Zockerbude).

Aber für die Nebel-Bildung ist Annette Schavan zuständig, oder?